
Zwei Tage, geprägt von Offenheit und echtem Miteinander: Beim Frühjahrstreffen der PM-Expertinnen in Essen standen neue fachliche Impulse und gemeinsames Weiterdenken im Mittelpunkt. Das Unperfekthaus als Veranstaltungsort bot dafür mit seinem offenen, kreativen Konzept den passenden Rahmen.
Im Austausch wurde die besondere Stärke der PM-Expertinnen spürbar: ein Netzwerk, das vom Miteinander lebt und Themen aktiv voranbringt. Die Berichte aus den Arbeitsgruppen gaben traditionell einen Einblick in die thematische Vielfalt der Gruppe.
Die AG Intrapreneurship stellte den aktuellen Stand ihrer Studie vor und zeigte, wie eng unternehmerisches Denken und Projektmanagement miteinander verbunden sind. Parallel dazu wurde deutlich, mit wie viel Motivation und Kreativität die AG Podcast daran arbeitet, Frauen im Projektmanagement sichtbarer zu machen und neue Formate zu entwickeln.
Der Bericht von Sabine Kapsammer schlug den Bogen von den Aktivitäten der GPM in den vergangenen Jahren bis in die Zukunft. Marlies Rhode aus der GPM Fachgruppe Commercial Project Management präsentierte mit den CPM-Talks ein neues digitales Austauschformat, das aktuelle Themen aufgreift und den fachlichen Dialog fördert.
Ein besonderer Programmpunkt war die abendliche Führung durch das Museum Folkwang. Der Perspektivwechsel wurde von vielen als inspirierend erlebt und bot eine willkommene Ergänzung zum fachlichen Programm. Das gemeinsame Abendessen im Unperfekthaus rundete den Tag ab und gab Raum für Gespräche, für die im offiziellen Programm keine Zeit blieb.
Der zweite Tag startete mit einem Impulsvortrag von Simone Jakoby, der viele Denkanstöße mitgebracht hat. Im Mittelpunkt stand ein ganzheitliches Transformationskonzept für eine Stadtverwaltung und die Frage, wie sich Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Kulturwandel sinnvoll miteinander verbinden lassen.
Der Vortrag machte deutlich, dass erfolgreiche Transformation weit über technische Lösungen hinausgeht. Themen wie Change Management, Zusammenarbeit und ein gemeinsames Verständnis von Zielen spielen eine zentrale Rolle. Der ganzheitliche Ansatz, der Strategie, Kultur und Technologie miteinander verbindet, hat viele Teilnehmerinnen zum Weiterdenken angeregt.
Im anschließenden Workshop wurde dieser Ansatz aufgegriffen und auf fiktive Projekte übertragen. In kleinen Gruppen entwickelten die Teilnehmerinnen eigene Konzepte zur Umsetzung von KI in Projekten. Dabei entstanden in kurzer Zeit erstaunlich konkrete Ideen, die von der Zieldefinition über mögliche Risiken bis hin zu ersten Umsetzungsschritten reichten.
Der Werkstattcharakter des Formats hat besonders überzeugt. Gemeinsames Ausprobieren, ehrliche Reflexion und der Fokus auf konkrete nächste Schritte standen im Vordergrund. Es ging nicht um perfekte Lösungen, sondern um umsetzbare Ansätze und den Transfer in den eigenen Projektalltag.
Zum Abschluss wurde gemeinsam auf die Aktivitäten der PM-Expertinnen zurückgeblickt und ein Ausblick auf kommende Formate und Veranstaltungen gegeben. Die Vielfalt an Themen und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Gruppe zeigen, wie lebendig dieses Netzwerk ist.
Das Treffen endete mit vielen neuen Impulsen und Gesprächen, die sicher noch nachklingen. Genau dieses Miteinander macht die PM-Expertinnen so besonders.