
Diesen neuartigen Ansatz stellt Thomas Neumeier, Projektmanagement-Experte und Leiter des Outcomes Teams eines „Global PMO“, beim 34. IPMA World Congress in seinem Vortrag „PMO-Erfolg neu denken: Projekte, Methoden, Outcomes“ vor.
Traditionelle PMOs orientieren sich häufig an veralteten Strukturen und fungieren als Verwaltungsbüros für Projekt-, Programm- oder Portfoliomanagement. Der eigentliche Wertbeitrag bleibt dabei oft unsichtbar. Das neue Modell geht einen anderen Weg: Es positioniert das PMO als steuernde Instanz, die nicht nur Projekte begleitet, sondern deren Ausgestaltung, Methodik und Zielerreichung maßgeblich beeinflusst.
„Projekte“ bedeutet in diesem Kontext: Das PMO gestaltet aktiv mit - es definiert Standards, initiiert Entwicklungen und treibt die Umsetzung voran. „Methoden“ werden nicht mehr als statische Werkzeuge verstanden, sondern als dynamische Instrumente, die sich laufend an neue Rahmenbedingungen anpassen lassen müssen. Gerade in schnelllebigen Branchen wie der IT - wo sich Technologielandschaften innerhalb weniger Monate verändern - ist Flexibilität gefragt, nicht Perfektion im ersten Wurf.
Das vorgestellte Model integriert strategische, taktische und organisatorische Perspektiven. Es setzt auf ein inkrementelles Vorgehen: Nicht die eine „große Lösung“, sondern Versionen, die regelmäßig geprüft, angepasst und verbessert werden. Die Entwicklung beginnt bewusst „unter dem Ziel“ - doch durch tägliches Feedback und Optimierung wird kontinuierlich Mehrwert geschaffen.
Im Zentrum stehen dabei die „Outcomes“, also die konkreten Ergebnisse und Wirkungen von Projekten. Sie entscheiden darüber, ob ein PMO als Kostenstelle oder als Werttreiber wahrgenommen wird. Die entscheidende Frage lautet: Wie stark zahlt ein Projekt in die Unternehmensstrategie ein - und welchen Beitrag leistet das PMO zur Realisierung dieser Ziele?
Die Herausforderungen der heutigen Projektwelt sind komplex: Agilität, Hybridmodelle und Künstliche Intelligenz (KI) verändern nicht nur Methoden, sondern auch Denkweisen. Viele PMOs haben diesen Wandel noch nicht vollzogen. Sie operieren in traditionellen Strukturen, während Unternehmen längst mehr erwarten: Geschwindigkeit, Flexibilität und sichtbare Ergebnisse. Ein PMO, das in dieser Dynamik bestehen will, muss sich nach Darstellung des Referenten konsequent an den Geschäftszielen ausrichten. Es reicht nicht, die Projektarbeit zu dokumentieren - sie muss mitgestaltet und auf strategische Outcomes ausgerichtet werden. Nur so lässt sich der oft unterschätzte Hebel der Projektarbeit wirksam nutzen: Aus Investitionen von wenigen Millionen Euro können reale Mehrwerte im zweistelligen Millionenbereich entstehen.
Der Vortrag „PMO-Erfolg neu denken: Projekte, Methoden, Outcomes“ beim 34. IPMA World Congress zeigt auf, wie Organisationen ihr PMO zukunftsfähig aufstellen können. Teilnehmer erhalten Impulse, wie hybride Strukturen, agile Methoden und KI-basierte Tools integriert werden können, um den Mehrwert von Projekten sichtbar zu machen. Zugleich werden die oft fehlenden Verbindungen zwischen PMOs und Unternehmensstrategie kritisch beleuchtet - ebenso wie die Notwendigkeit, PMO-Kunden ernst zu nehmen: Projektmanager, deren Feedback entscheidend für Weiterentwicklung und Akzeptanz ist. Ein besonderes Augenmerk gilt dem konstruktiven Umgang mit Fehlern und dem Mut zur iterativen Optimierung - mit dem Ziel, den PMO-Erfolg nicht in Methodenstärke oder Regelbefolgung zu messen, sondern im realen Beitrag zur Zielerreichung des Unternehmens.
Mehr über den Vortrag “PMO neu denken – Projekte, Methoden, Wirkung” erfahren Sie hier.
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