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Roland Gutsch Project Management Award 2019 verliehen

Im Rahmen des 7. Zukunftskongresses Staat und Verwaltung verlieh die GPM den Roland Gutsch Project Management Award, mit dem sie seit 2007 die Menschen hinter den Projekten und ihren Beitrag für Innovation und Fortschritt würdigt. Diesmal ging der Preis an den Projektleiter im Generationenprojekt Emscher-Umbau. Einen Sonderpreis erhielt zudem das Projektteam hinter der Initiative „Deutschland spricht“ von ZEIT ONLINE und diesdas.digital.

13.06.2019 – Die Emscher, ein Nebenfluss des Rheins, verläuft zwischen Holzwickede und Dinslaken und ist seit 1992 Schauplatz des ambitionierten Generationenprojekts Emscher-Umbau. Das Ziel: Abwasser in geschlossenen unterirdischen Kanälen abzuführen und den Fluss mit seinen Nebenläufen Schritt für Schritt in naturnahe Gewässer umzubauen. Verantwortlich für die Umsetzung ist die Emschergenossenschaft. Norbert Stratemeier, Leiter des Geschäftsbereichs Planung und Bau bei der Emschergenossenschaft, wurde dafür nun – während der Konferenz „Mit Projekten Deutschlands Zukunft gestalten“ – mit dem Roland Gutsch Project Management Award 2019 ausgezeichnet.

Per Videobotschaft hob Laudator Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, hervor: „Die Leistung des Projektteams und aller Menschen, die den Emscher-Umbau ermöglichen, macht unser Land Nordrhein-Westfalen noch schöner und noch lebenswerter. Es geht um nichts weniger als um den ökologischen Umbau eines urbanen Ballungsraums. Der Emscher-Umbau ist ein einzigartiges Projekt, das weit über die Region hinausstrahlt. Ausgezeichnet wird heute das professionelle Management dieses Projekts. Solche Mammutprojekte der öffentlichen Hand bekommen nicht oft solche Preise. Da haben die Verantwortlichen beim Emscher-Umbau offenbar alles richtig gemacht. Machen Sie weiter so!“

In ihrer Begründung betonte die stellvertretende Juryvorsitzende Prof. Dr. Yvonne Schoper die besondere Leistung des Projektleiters Norbert Stratemeier und seines Teams, die vielfältigen beteiligten Ebenen und Akteure in die Projektumsetzung einbezogen zu haben. Dieses herausragende Stakeholdermanagement sei ein wichtiger, wenn nicht der Schlüssel zum Erfolg des Projekts: „Eine neue Entwicklungsperspektive für die gesamte Region zu schaffen, den Menschen das Gefühl zu geben, dass etwas Großartiges passiert, dass sich ihre Umwelt spürbar verbessert, die Menschen einzubinden und von der Idee zu begeistern: Alle tragen sie die Leidenschaft dieser Zukunftsvision mit. Teil einer großen Vision zu sein, das ist dem Projektleiter und seinem Team von Emscher-Umbau eindrucksvoll gelungen.“    

 

 

 

 

 

 

 

 

Demokratie lebendig gestalten

Mit dem diesjährigen Sonderpreis für zivilgesellschaftliches Engagement des Roland Gutsch Project Managament Awards wurde das Projektteam um Maria Exner, Philip Faigle, Sebastian Horn und Jochen Wegner (ZEIT ONLINE) sowie Harry Keller (diesdas.digital GmbH) ausgezeichnet. Ihr Projekt „Deutschland spricht“ ist eine Plattform für politische Zwiegespräche, mit dem Ziel Menschen zusammenzubringen, die politisch völlig unterschiedlich denken. Insgesamt elf Medienhäuser riefen unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam zu der Aktion auf. Am 23. September 2018 trafen sich Tausende Menschen in ganz Deutschland.

„,Deutschland spricht‘ steht stellvertretend für Projekte eines neuen Typus: Es steht für Innovation und den Umgang mit Komplexität und Ungewissheit“, begründete die Jury ihre Auswahl. „Deutschland spricht“ durchbreche die durch die Nutzung sozialer Medien verstärkte Tendenz sich nur mit Menschen auszutauschen, die die eigene Meinung bestätigen. Menschen mit sehr unterschiedlichen Meinungen in einen Dialog zu bringen, damit leiste das Projekt einen aktiven Beitrag dazu, Demokratie erlebbar zu machen. Auch Oliver Jarasch, Abteilungsleiter Aktuelle Magazine beim Rundfunk Berlin-Brandenburg betonte in seiner Laudatio die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts: „Die scheinbar erstarrten Grenzen der verschiedenen Lager scheinen aufgebrochen, für einen Moment egal. Diskurs ist hier kein Fake, sondern beruht auf Interesse.“