COLOUM 2

IPMA 4-L-C Zusatzzertifikat hybrid+  (GPM)

Mit dem Zusatzzertifikat hybrid+ weisen Inhaber eines IPMA Level D, C, B oder A nach, dass sie agile Techniken kennen und anwenden können sowie klassische Techniken sinnvoll in ein agiles Umfeld integrieren können.

In der Projektmanagementpraxis werden klassische und agile Methoden zunehmend kombiniert. Die Studie Status Quo Agile 2014 bringt das mit diesen Ergebnissen auf den Punkt:

  • Die Mehrheit der Teilnehmer der Umfrage nutzt agile Methoden selektiv oder in einer Mischform.
  • Nur etwa 25% nutzen agile Methoden durchgängig.
  • Fast zwei Drittel der Studienteilnehmer nutzen agile Methoden erst seit 4 Jahren.
  • Erwartungsgemäß werden agile Methoden vor allem in der Softwareentwicklung genutzt, aber „nur“ IT-nahe bzw. Nicht-IT-Aktivitäten machen bereits 41 % bzw. 27 % aus.
  • Mit 86 % ist Scrum die meistgenutzte agile Methode. Danach folgen Kanban, XP und Feature Driven Development.
  • Agile Methoden werden nach Teilkriterien wie „Ergebnisqualität“, „Termintreue“, „Mitarbeitermotivation“ etc. durchgängig besser bewertet als klassische Projektmanagementmethoden.

Die ICB4 gibt keine Empfehlung zu speziellen Methodologien, Methoden oder Tools ab. Es obliegt der Organisation, für ihre Vorhaben geeignete Methoden und Tools zu definieren. Individuell soll für die spezielle Situation aus der Fülle von verfügbaren Methodologien, Methoden und Tools ausgewählt werden.

Das Zusatzzertifikat hybrid+ stützt sich auf folgende Definitionen:

Hybrides Projektmanagement basiert auf einer agilen Denkweise, wendet Agiles Management 4.0 an und ergänzt dieses soweit sinnvoll durch Modell und Methoden des klassischen Projektmanagements.

Agiles Management 4.0

Agiles Projektmanagement ist eine Führungs- und Managementpraxis, um in einem komplexen und von Unsicherheit gekennzeichneten Handlungsfeld agil und proaktiv agieren zu können. Es ist gekennzeichnet durch einen agilen Mindset mit dem Fokus auf:

  • einer Führung, deren Grundlage die Selbstführung ist
  • einer Führung, die auf den Grundbedürfnisse der Menschen fußt
  • einer Führung, die das Verständnis komplexer Systeme fordert sowie deren Regulation durch ein iteratives Vorgehen fördert
  • Menschen, die sich in Teams selbst organisieren
  • fluide Organisationen, die das anpassungsfähige und schnelle Liefern von nutzbaren Ergebnissen fördern und durch den proaktiven Umgang mit Veränderungen innovative Kundenlösungen schaffen.