COLOUM 2

Outsourcing von Projektmanagement-Aktivitäten

Studie der Fachhochschule des bfi Wien (Studiengänge "Projektmanagement und IT" sowie "Projektmanagement und Organisation", Österreich) in Kooperation mit Rüdiger Geist und Tibor Stockinger (Schweiz) sowie mit freundlicher Unterstützung der GPM (Deutschland).


Ziele des Forschungsprojektes

Treibende Faktoren hinter den Unternehmensinitiativen, seine Prozesse teilweise auszulagern, also outzusourcen, sind stärkere Wettbewerbsfähigkeit, Kundenzufriedenheit und Zugang zu besserem Wissen und besserer Technologie. Große Firmen bekunden darüber hinaus immer stärkeres Interesse daran, auch Teile der Projektmanagement-Aktivitäten outzusourcen. Einige Projektmanagementverantwortliche sind jedoch skeptisch, ob das eine zielführende Strategie ist. Es gilt daher zu klären, inwieweit ein solcher Ansatz sinn-/nutzenstiftend ist bzw. in welchen Teilbereichen des Projektmanagements (kurz: PM) dieser überhaupt umsetzbar ist.

Diese explorative Studie zielt darauf ab, den Status quo des Outsourcings von PM-Aktivitäten in Unternehmen erstmalig zu erfassen und darzustellen. Sie soll eine erste komparative Einschätzung der Wahrnehmung von Outsourcing von PM-Aktivitäten in der D-A-CH-Region1 ermöglichen. Die Studie bzw. die Ergebnisse und abgeleiteten Hypothesen erheben nicht den Anspruch statistischer Repräsentativität (siehe dazu auch Kap. 3.1), sondern haben explorativen Charakter und stellen eine allererste Datensammlung zum Thema dar.

Teilnehmer

165 Projektmanagement-Experten im deutschsprachigen Raum nahmen an der Online-Umfrage teil.


Ergebnisse

Die Studie zeigt, dass Outtasking von Projektmanagement schon erfolgreich stattfindet. Voraussetzungen dafür sind v. a. eine hohe organisatorische Maturität, d. h. klare Schnittstellen mit geregelten Verantwortlichkeiten und Prozessen, sowie gelebte Managementunterstützung. Hemmnisse sind dagegen vor allem kulturelle und sprachliche Unterschiede.