COLOUM 2

Multitasking im Projektmanagement. Status Quo und Potentiale

Negatives Multitasking gilt als Hauptursache für Probleme in der Multiprojekt-Steuerung in Unternehmen. Zu viele Aufgaben laufen parallel bzw. können nicht ohne Unterbrechung abgeschlossen werden. Woran liegt das? Welche Folgen hat es? Und was kann verbessert werden?
Eine Studie, die das Unternehmen VISTEM gemeinsam mit Prof. Komus, Professor an der Hochschule Koblenz, von April bis Ende Juni 2016 durchführte, geht den Ursachen und Auswirkungen auf den Grund. Teilgenommen haben ca. 500 Projektleiter aus 20 Branchen.

Zielsetzung

Auch wenn die schädliche Wirkung von Multitasking im Projektmanagement in der Unternehmenspraxis bereits seit langem diskutiert wird, gab es aufgrund mangelnder systematischer Untersuchungen bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Diese liefert nun die aktuelle Studie: "Multitasking im Projektmanagement. Status Quo und Potentiale", die erste wissenschaftlich fundierte Untersuchung zu diesem Thema.

Zielgruppe

Projektleiter, PMO-Verantwortliche, Portfoliomanager, Leiter Produktmanagement, F& E, Entwicklungsleiter, Geschäftsführer. Unternehmen mit mehreren Projekten, die parallel bearbeitet werden - in der Regel von den gleichen Ressourcen/Mitarbeitern (Multiprojektumgebungen).

Ergebnisse der Studie

Unterbrechungen, paralleles Arbeiten, wechselnde Prioritäten und fehlende Managementunterstützung führen zu höheren Aufwänden in Projekten:

  • Bei 80 % der Befragten führen ständige Änderungen der operativen Prioritäten zu häufigen Unterbrechungen.
  • Nur 10 % der Befragten können Aufgaben ohne Unterbrechungen fertig stellen.
  • Nur 2 % der Befragten arbeiten nicht parallel an mehreren Aufgaben.
  • Mehr als 75 % der Projekte starten unzureichend vorbereitet und verursachen damit Mehraufwand.
  • Fast 70 % der Gruppenleiter haben mit ständig wechselnden Prioritäten zu kämpfen.
  • In knapp 70 % der Fälle muss auf Managementunterstützung gewartet werden bzw. verzögert sich das Projekt.

Je mehr Multitasking, desto höher werden die möglichen Einsparungen des Aufwands geschätzt:

  • Mehr als 60 Prozent der Befragten denken, dass ein erheblicher Teil des Aufwands (>20%) nicht wertschöpfend eingesetzt wird.
  • Fast 70 % der Befragten sind der Meinung, dass mindestens 30 % der Projektlaufzeit eingespart werden kann.
  • 25 % der Teilnehmer mit hohem Multitasking-Anteil schätzen den Erfolg ihres Unternehmens durchschnittlich schlechter und das Potential zur Verbesserung des Projektdurchlaufs auf über 25 %.


Vollständige Studienergebnisse (85 Seiten zum Download) sowie Schnelltest, um das Ausmaß von Multitasking in Ihrem Unternehmen zu ermitteln: www.multitasking-projektmanagement.de