COLOUM 2

Misserfolgsfaktoren in der Projektarbeit

Mittels einer Online-Umfrage untersuchte eine Arbeitsgruppe des GPM Forschungsprogrammes "Theorie(n) der Projektarbeit" in Kooperation mit der European Business School Paris und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und unter Mitwirkung der spm Swiss Project Management Association Misserfolgsfaktoren und Probleme, die in der Projektarbeit auftreten.


Hintergrund

Im Gegensatz zu der Vielzahl von Studien, die sich mit Erfolgsfaktoren befassen, setzt sich diese Studie explizit mit negativen Erfahrungen auseinander. Dies ist notwendig, um sich bei der Entwicklung von Lösungsansätzen auf diejenigen Faktoren konzentrieren zu können, die in der Praxis die Projektarbeit am häufigsten stören; dadurch wird ein Lerneffekt ermöglicht.


Zielsetzung

Ziel der Untersuchung war es, die wichtigsten bzw. die in der Projektarbeit am häufigsten auftretenden Misserfolgsfaktoren zu identifizieren und diese in Abhängigkeit von der Projektart und Branche zu analysieren.

Die Studienergebnisse dienen im Rahmen des Forschungsprogrammes als Input für die Entwicklung eines Frameworks zur theoriebasierten Lösung praktischer Probleme und Herausforderungen in Projekten.


Zielgruppe

In erster Linie richtete sich die Studie an Projektleiter, Risikomanager, Projektportfoliomanager und Projektmanagement-Verantwortliche, die über konkrete Erfahrungen mit Misserfolgsfaktoren und Problemen in der Projektarbeit verfügen. Auch Projektmitarbeiter, die diesbezügliche Erfahrungen sammeln konnten, waren zur Teilnahme aufgerufen.


Teilnehmer

Vom 18. Dezember 2012 bis zum 31. Januar 2013 haben 151 Personen an der Online-Umfrage teilgenommen. Sie kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vereinzelt aus Holland und sind v. a. in den Branchen Beratung, IT/Software und in öffentlichen Unternehmen tätig. Sie beschäftigen sich vorwiegend mit Projekten für externe Kunden, gefolgt von internen IT- und Organisationsprojekten.


Ergebnisse

Die Ergebnisse der Online-Umfrage zeigen, dass die am häufigsten auftretenden Probleme nicht notwendigerweise auch die schwerwiegendsten oder die am schwierigsten zu lösenden Probleme sind.
Ein ausführlicherer Artikel mit weitergehenden Analysen wurde in der Septemberausgabe 2013 des GPM Fachmagazins projektMANAGEMENT aktuell publiziert.