Normen und Standards im PM

Mission, Aufgaben und Themen der FG „Normen und Standards im Projektmanagement“

Die Entwicklung und Verbreitung von Projektmanagement-Standards ist eine der wesentlichen gemeinnützigen Satzungsaufgaben der GPM. Sie schafft zugleich die Grundlage für weitere ihrer Satzungsaufgaben: Qualitätsverbesserung des Projektmanagements, Erstellung von Leitlinien für die Aus- und Weiterbildung, Prüfung und Verbesserung des Projektmanagement-Niveaus mittels Kompetenzbeurteilungen und Zertifizierung. Die IPMA-Kompetenzstandards ICB, OCB und PEB gehören zum Markenkern der GPM.

Die GPM spielte bei der Entwicklung der nationalen Projektmanagement-Normen im Rahmen des DIN durch ihre Fachgruppe Normung und durch eine starke Vertretung im Rahmen des DIN-Arbeitsausschusses Projektmanagement eine führende Rolle. In den letzten zehn Jahren hat die internationale Projektmanagement-Normung eine größere Bedeutung erlangt. Mit dem TC258 wurde ein eigenes ISO-Komitee für PM-Normen geschaffen – wesentliche internationale Normen wurden verabschiedet; neue Normierungsprojekte (z.B. zu agilem Projektmanagement) werden auf den Weg gebracht. Eine wichtige Aufgabe ist die Angleichung der nationalen und der internationalen Normen, als wechselseitiger Lernprozess unter Berücksichtigung der Entwicklungen auf europäischer Ebene (insbesondere des von der EU-Kommission entwickelten europäischen Standard PM²).  

Internationale Projektmanagement Standards berühren auch wirtschaftspolitische Interessen Deutschlands, insbesondere seiner Projektwirtschaft. Aber auch das Gelingen öffentlicher Projekte sowie die Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen: Klimakrise, Pandemie sowie der digitalen Transformation brauchen standardisierte Governanceprinzipien und Führungs-instrumente für eine organisationsübergreifende Zusammenarbeit in Projekten und Programmen.

In Ergänzung der nationalen und internationalen PM-Normen können GPM Standards im Rahmen von Fachgruppen entwickelt werden. GPM Standards ergänzen oder konkretisieren die Normen in Hinblick auf branchenspezifische Anforderungen, spezifische Anwendungskontexte oder Umsetzungsverfahren (Handlungsanweisungen, Richtlinien). Sie adressieren Bedarfe der Mitglieder und Stakeholder der GPM und werden in enger Partnerschaft mit diesen entwickelt. Dazu ist eine Bestandsaufnahme der normungs- und/oder standardisierungsrelevanten Inhalte geplant sowie ein Gesamtkonzept für GPM Standards, das deren Marktrelevanz, Qualität und Konformität zu den übergeordneten Normen sicherstellt.

Die Fachgruppe fühlt sich den gemeinnützigen Zielen der GPM verpflichtet. Sie versteht sich als Raum für einen vertrauensvollen, lösungsorientierten und an nachhaltigen Verbesserungen orientierten Dialog von Auftraggeberinnen und Auftraggebern sowie Projektleiterinnen und Projektleitern aus Wirtschaft, Staat und Gesellschaft sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Beraterinnen und Beratern. Sie wird die Ergebnisse dieses Dialogs in die Normierung (DIN/CEN/ ISO) sowie in das Aktionsprogramm „Mit Projekten Deutschlands Zukunft gestalten“ einbringen sowie in Publikationen und Veranstaltungen vorstellen. 

Themen der Fachgruppe

  • Fachliche Begleitung der nationalen und internationalen Normung
  • Strategische Themen der internationalen Normung
  • Marktbedarf / neue Themen für PM-Normen und -Standards
  • Entwicklung und Verbreitung von GPM Standards 
  • Bestandsaufnahme der nationalen und internationalen Normen und Standards

Arbeitsgruppen:
AG1: Agiles Projektmanagement (Koordination: Ina Gamp)
AG2: Überarbeitung nationale Normenreihe 69901 (Koordination: Manfred Nolle)
AG3: Gesamtkonzept für GPM-Standards (Koordination: Nino Grau)