COLOUM 2

Projektwissensmanagement

Anstoß, Vorgeschichte und Hintergründe zur Fachgruppe

Folgende Veröffentlichungen und technische Entwicklungen gaben den Anstoß zur Gründung der Fachgruppe:

  • Eine umfangreiche Studie der GPM selbst (mit EBS, Horváth & Partners, Ralf von Breitenbach) zum Thema Projektwissensmanagement, welche erhebliche Defizite im Umgang mit Projektwissen feststellt.
  • Die Veröffentlichung der DIN 69901 in neuer Fassung, welche den Prozessgedanken einer Projektdurchführung abbildet.
  • Elemente des Web 2.0, die prinzipiell geeignet sind, Informations-Handhabung zu verbessern und die speziell auch die Kommunikations- und Dokumentationsanforderungen eines Projekts unterstützen könnten.

Es schien zudem an der Zeit, den Theorien (Probst u.a.) sowie den Konzepten (Schindler) zum Thema Wissensmanagement eine konkrete Ausprägung zu geben. Hierzu dient die Fokussierung auf Projektwissensmanagement, dingfest gemacht auf der Handlungsebene - sprich den einzelnen Prozessen wie "Ziele klären", "Team zusammenstellen", "Berichtswesen einrichten" etc.


Ziele

Am Ende des Weges hat die Fachgruppe Folgendes erreicht:

  • Wir haben Fachbegriffe zum Thema gesammelt, definiert und geordnet.
  • Wir haben Modelle gefunden, adaptiert oder entwickelt, die die Erzeugung, Dokumentation, Verfügbarmachung und den Transfer von Projektwissen ermöglichen oder verbessern.
  • Wir haben zugehörige Vorgehensweisen beschrieben.
  • Wir haben zugehörige Methoden beschrieben.
  • Wir haben die Ergebnisse mit anderen Fachgruppen der GPM koordiniert und (zunächst im Rahmen der GPM) veröffentlicht.
  • Wir haben einen Bericht erstellt, der Einsteigern ins Thema einen Überblick und aktuellen Stand vermittelt.
  • Die Mitglieder der Gruppe sind Fachleute und Ansprechpartner für das Thema.

Hinweis: Viele unserer Ergebnisse werden die Aussagen und Erkenntnisse aus dem Fachbuch "Kompetenzbasiertes Projektmanagement (PM3)", Kapitel "Kontextkompetenzen" fortschreiben.


Zielgruppen

Wir wenden uns an den Projektmitarbeiter und den Projektleiter und nehmen bei der Erarbeitung des Themas jeweils deren spezifischen Blickwinkel ein. Im weiteren Sinne ist die Gruppe natürlich offen für alle, die sich für Prozesse, Web 2.0-Umsetzungen und Projektwissensmanagement interessieren.


Ergebnisse

Die Fachgruppe ist erst wenige Male zusammengekommen, daher werden an dieser Stelle die Ergebnisse erst nach und nach wiedergegeben werden.

Als Zwischenstand bieten sich einige Aussagen an:

  • Die Gliederung eines Projekts in Prozesse schafft die notwendige Voraussetzung für die Wiederverwendung von Informationen und somit für ein wertschöpfendes Wissensmanagement.
  • Die Unterscheidung nach Informationen über Projekte, Informationen im Projekt und aus Projekten lässt sich auf die Gliederungsebenen "Prozesse" und "Arbeitspakete" übertragen.
  • Die Identifikation von Wissensträgern (Personen oder Artefakte) ist erforderlich und beeinflusst die Lösung der Kernaufgaben "Erzeugen", "Speichern", "Verteilen" und "Anwenden" von Informationen.
  • Der Fokus des Projektleiters bleibt die Methodik und die Gestaltung der Prozesse während sich der Projektmitarbeiter auf die Erzeugung und Nutzung der Inhalte konzentriert. Konsistente Modelle und Strukturen sind für beide gleichsam nützlich.

Im Verlauf der Gruppenarbeit hat sich der Einsatz eines Wikis zur Dokumentation der Abläufe und Ergebnisse bewährt.