GPM Aktuelles

PM mit „sozialer Distanz“ – ein Erfahrungsbericht zum Projekt HORYZN an der TU München

Bei ihren regelmäßigen Treffen berichten die Teilnehmer der Best-Practice-Arbeitsgruppe innerhalb der Fachgruppe „PM in Luft- & Raumfahrt“, mit welchen Lösungsansätzen sie besondere Herausforderungen bewältigen. Ein besonders spannendes Beispiel: das Projekt HORYZN, in dem eine Gruppe von rund 25 Studierenden innerhalb von elf Monaten eine senkrecht startende Drohne mit Tragflächen entwickelte. Die nächste Drohne der Studierenden soll sogar helfen, Leben zu retten.

20.05.2021 – Die Arbeitsgruppe 1 „Austausch Best Practice“ der Fachgruppe „Projektmanagement in Luft- & Raumfahrt“ traf sich in den letzten 14 Monaten neun Mal zum Austausch von Erfahrungen in der Projektarbeit unter den besonderen aktuellen Randbedingungen. Im Mittelpunkt standen grundsätzliche Themen wie Koordinierung der Projektarbeit, Durchführung von notwendigen Aktivitäten vor Ort wie Labortests, Kontakte mit Kunden und vor allem Umgang mit fehlenden persönlichen Kontakten. Die Teilnehmer hatten dabei die Möglichkeit, die Situation allgemein in ihrer Organisation darzustellen oder auch sehr spezifische Aspekte aus ihren Projekten.

Das Team des Projekts HORYZN









Spannend war die Vorstellung des Projekts HORYZN mit dem sehr ehrgeizigen Ziel, innerhalb von elf Monaten eine besonders leise und energieeffiziente senkrecht startende Drohne mit Tragflächen zu entwickeln, die nach dem Abheben in den schnellen Gleitflug übergeht. Das Projekt war vor allem deshalb bemerkenswert, da sich eine Gruppe von ca. 25 Studierenden der TU München dieser besonderen Herausforderung stellte. In einer iterativen Vorgehensweise entwickelte das Team ein neues technisches Konzept, in dem es nach jedem der insgesamt 34 Abstürze die jeweils neu gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung einfließen ließ nach dem Motto „Build Fast, Fail Early“. Neben den technischen Hürden hatte das hoch motivierte und engagierte Team das Problem der Kommunikation und Koordinierung unter Covid-19-Bedingungen zu lösen. Das eindrucksvolle Ergebnis: „SILENCIO GAMMA“, der größte je an der Technischen Universität München entwickelte Senkrechtstarter.

Vorbereitungen für einen Testflug

 

 

 

 

 

 

Mit dem erfolgreichen Abschluss (s.a. Video) hat die Gruppe bereits ein neues Projekt für ein konkretes Einsatzszenario ins Auge gefasst: Mission Pulse. Dabei geht es darum, die Fähigkeiten des Modells für autonomes Fliegen zu erweitern, um in einem medizinischen Notfall bei Bedarf einen Defibrillator in kürzester Zeit zum Einsatz zu bringen (s.a. Video). Um dieses Projekt realisieren zu können, sucht die Gruppe um Projektleiter Balázs Nagy nach Sponsoren. Wer Interesse hat, kann sich gerne direkt an ihn (balazs.nagy@horyzn.org) oder an Manfred Nolle (m.nolle@gpm-ipma.de) wenden!

Arbeiten im Labor