Zukunftswünsche vom GPM Präsidenten


Was wünschen Sie der GPM zum 40-jährigen Vereinsbestehen?

40 Jahre GPM stehen für eine Erfolgsgeschichte, in der sich die GPM stetig weiterentwickelt hat. Doch das letzte Kapitel dieser Erfolgsstory ist längst noch nicht geschrieben. Für die Zukunft wünsche ich der GPM, dass sie ihren Erfahrungsschatz und ihr enormes Wissen intelligent nutzt, um die Zukunft und den Wandel weise zu gestalten. Denn nur wer sich verändert, kann sich gerade in dynamischen Zeiten wie diesen treu bleiben. Vor diesem Hintergrund wünsche ich der GPM auch, dass die Werte, denen wir uns verschrieben haben, uns für die Zukunft Orientierung geben. Nicht nur für die Haltung und den Umgang mit und zu zukunftsweisenden Themen, sondern auch vereinsintern, im Umgang miteinander. In der Art und Weise, wie wir in den Dialog treten, wie wir Diskussionen führen, wie wir uns begegnen. Ich denke, wenn uns das Miteinander im Sinne unserer Werte gelingt, dann können wir erfolgreich und nachhaltig weiterwachsen und ein noch stärkeres Bündnis mit wertvollen Solidaritäten werden, dessen Netzwerk die Zukunft souverän gestalten kann. 
   

Welche Themen werden bei der Zukunftsgestaltung des Projektmanagements und der GPM, Ihrer Meinung nach, eine wichtige Rolle spielen?

Die Anzahl an Zukunftsthemen und Schlagworten, die zukünftige Veränderungen in vorausschauender prognostizierender Weise aktuell begleiten, scheint schier unendlich zu sein. Innerhalb dieser Fülle an Zukunftsthemen und Megatrends, bewegt mich als Präsident der GPM am allermeisten ein Thema: Leadership. 

In den kommenden Jahren wird das parallele und interdisziplinäre Miteinander, das Denken in Systemen und Wertschöpfungsnetzen, das flexible Handeln in realen und virtuellen Kontexten, in dynamischen Strukturen und Abläufen immer anspruchsvoller. Dadurch werden sich die gesamten Wertschöpfungsketten schneller verändern und auch verändern müssen. Doch wenn sich die Wertschöpfungskette einer Organisation verändert, ändert sich mit ihr die gesamte Organisation, und zwar in Richtung Projektorganisation. Somit sind Projekte die Organisationsform für Veränderung schlechthin. Was allerdings zur Folge hat, dass sich auch das Projektmanagement selbst verändert, da es innerhalb dieser Bewegungen immer stärker zu einer Führungskonzeption werden muss.

Das verlangt Leadership! Und nicht nur eine hohe fachliche, sondern auch eine ebenso hohe soziale Kompetenz. Dies gilt nicht nur innerhalb von Projekten, es gilt ebenso für die Linienorganisation, in die sie eingebettet sind. Die Unterstützung durch die übergeordnete Management-Ebene ist für den Projekterfolg unabdingbar. Und je bedeutender das Projekt, desto höher muss die Managementebene sein, an die berichtet wird. Und Top-Projekte brauchen eben einen Top-Management-Support. 

Die GPM hat in den vergangenen 40 Jahren einen maßgebenden Beitrag dazu geleistet, Projektmanagement aus einer Nische herauszuholen und zu dem gemacht, was es heute ist: eine ganzheitliche moderne Führungsmethode, die aus Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch immer mehr aus der Wissenschaft nicht mehr fortzudenken ist. 

In meiner Funktion als Präsident der GPM werde ich mich dafür einsetzen, dass die GPM einen bedeutenden Beitrag dazu leistet, Projektmanagement weiterhin stärker zu einer ganzheitlichen Führungskonzeption zu gestalten und das Bewusstsein für Leadership zu schärfen. Denn nur echte Leadership, die den Rahmen für ein vertrauensvolles Miteinander sichert, Fehler und Ungewissheit zulässt, Menschen Zukunftsvisionen aufzeigt und sie dazu inspiriert, diese realisieren zu wollen, kann die Menschen mitnehmen und sie dazu befähigen, die Projekte von morgen sicher und erfolgreich in unsere Zukunft zu steuern.