Zukunftswünsche von Claudia Jahnke


Was wünschen Sie der GPM zum 40-jährigen Vereinsbestehen?

Ich wünsche der GPM für die Zukunft, dass sie all die Potentiale, über welche die Vereinsmitglieder und die Kolleginnen und Kollegen aus dem Hauptamt verfügen, ganz im Sinne unserer Werte und unserer Vision einsetzt. Dass die Beiträge von jedem und jeder wertgeschätzt werden und wir gemeinsam relevante Prozesse für die Zukunft gestalten und nicht nur konstruktiv mit bleibenden Unterschieden umgehen, sondern diese auch anerkennen und als Vielfalt und wichtige Ressource erleben.


Welche Themen werden bei der Zukunftsgestaltung des Projektmanagements und der GPM, Ihrer Meinung nach, eine wichtige Rolle spielen?


Projektgovernance und Projektmanagement können wesentlich dazu beitragen, den gesellschaftlichen Herausforderungen, wie der digitalen Transformation, dem Klimawandel und den Folgen von Flucht und Vertreibung mit Verantwortung, Zielorientierung und Transparenz zu begegnen. Die methodeninhärente Offenheit im Projektmanagement, auch gegenüber unbekannten Menschen und neuartigen Aufgaben, kann helfen der zunehmenden Komplexität - auf den unterschiedlichen Ebenen - in unserer Gesellschaft „anders“ zu begegnen. Dies geht nur mit offener Kommunikation und einem klaren Ziel, unter Einbeziehung aller relevanten Stakeholder, in einen gemeinsamen Dialog zum Wohle vieler zu treten.

Auch brauchen wir in vielen Bereichen ein in Projekten verankertes Vorgehen für mehr „lessons-learned“, um die Erfahrungen und Erkenntnisse der Vergangenheit in die Kommunikation und Gestaltung der Zukunft einbringen zu können. Ich beobachte, dass sich Projektmanagement immer weiter öffnet für Methoden, Ansätze und Theorien aus den unterschiedlichsten Disziplinen, wie der Sozialarbeit, der Soziologie und der Systemtheorie.  

Ich bin der Überzeugung, dass dies das Projektmanagement stärkt und es dadurch die Rahmenbedingungen  für verantwortungsbewusste gesellschaftliche Veränderungen schaffen kann.