Die erste Jahrestagung der GPM (1983)

 

Von der Beinahe-Insolvenz zum Erfolg

(Autor: Prof. Dr. Hasso Reschke, Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender der GPM)

Als uns im Februar 1983 unser Finanzvorstand Prof. Schub verkündete, das Geld der GPM reiche nur noch für kurze Zeit, war die Sorge groß. Aber: „Wo die Not am größten, ist die Rettung am nächsten“.
Prof. Schelle und ich, schlugen eine Jahrestagung vor und mit den Teilnahmegebühren würden wir das rettende Ufer erreichen, so unsere Hoffnung. „Niemals geht das“ war das Gegenargument im Vorstand, aber die Abstimmung ergab ein „Doch!“.

Mit 150 Teilnehmern (mit dieser Zahl hatte niemand gerechnet) fand am 17. und 18. November 1983 die erste Jahrestagung Projektmanagement statt. 18 Fachreferate, zwei Workshops, zwei Kurzseminare und eine sehr kleine Industrieausstellung waren geboten. Vorbereitet wurde die Tagung programmtechnisch von Prof. Schelle, organisatorisch von Prof. Reschke. Würzburg und die Feste Marienberg (Sie können sie beim Vorbeifahren an Würzburg von der A3 aus liegen sehen) waren ein würdiger Veranstaltungsort. Studenten der Professoren Schelle und Reschke waren die Helfer (heute würdige Damen und Herren in verantwortungsvollen Positionen).
Mit dieser Tagung wurde Projektmanagement in weiten Kreisen der deutschen Wirtschaft bekannt und plötzlich beachtet. Der Erfolg dieser ersten Jahrestagung beflügelte uns gleich zur Planung der Jahrestagung 1984 in Heidelberg, zu der wir dann schon 250 Teilnehmer begrüßen konnten.

Ein Höhepunkt, den jeder, der dabei war, nicht vergessen wird, war im Tagungsprospekt wie folgt beschrieben:
„Die GPM lädt zu einer fränkischen Weinprobe in den historischen Residenzkeller der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau ein. Der historische Residenzkeller aus dem Jahr 1704 unterhalb der bischöflichen Residenz ist der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich“.

Der fachliche Erfolg der Tagung brachte dann auch den dringend benötigten wirtschaftlichen Erfolg.