Warum ist ethisches Handeln im Projektmanagement notwendig und wie lässt es sich erreichen?

Ein interaktiver Workshop zur Wertefindung

Der Termin liegt in der Vergangenheit.

Eine Veranstaltung der GPM Region Frankfurt/Rhein-Main

Unternehmen müssen bei der Vergabe von Projektaufträgen per se Vertrauen gewähren – unter anderem dahingehend, dass der Auftragnehmer dieselben Werte vertritt, die auch im Unternehmen gelebt werden. Gleiches gilt allerdings auch vice versa. Doch ist es tatsächlich ohne weiteres möglich, grundsätzlich auf ein gemeinsames Ethik- und Moralverständnis  zu vertrauen? Keinesfalls – das hat mehrere Gründe.

Zum einen ist Moral kontextabhängig. Von daher stellt sich per se die Frage, was im Speziellen unser Verhalten bestimmt. Aber auch anhand von Dilemmata lässt sich gut nachvollziehen, dass eine eindeutige Antwort nicht möglich ist, vor allem dann, wenn damit ein Interessen- oder Loyalitätskonflikt einhergeht und sich so die Komplexität zusätzlich erhöht. Diese Problematik lässt sich insgesamt sehr gut im Zusammenhang mit dem Einsatz von Technologie/KI illustrieren. Warum? Studien zeigen, dass Konsumenten weltweit Marken (und damit letztendlich Unternehmen) in der Verantwortung sehen, Technologien ethisch vertretbar einzusetzen. 97 Prozent der Befragten weltweit und 93 Prozent der Befragten in Deutschland nehmen Unternehmen hierbei in die Pflicht.

Die Unternehmen sind somit als Mitgestalter der Digitalisierung aufgerufen, im Sinne ihrer Kunden – denen oftmals der Einblick in die Technologie sowie die notwendigen Grundlagen für deren Folgenabschätzung fehlt – verantwortungsvoll zu handeln. Das bedeutet, dass die Auseinandersetzung mit ethischen Grundsätzen sowie die Erarbeitung von Standards für Unternehmen wichtig ist, weil ansonsten die Anwendung von Moral/Werten in der Digitalisierung beliebig und von den handelnden Personen/äußeren Umständen abhängig ist. Diese Verantwortung geht auf das Projektteam über. Von daher ist es notwendig im Vorfeld eines Projekts die Werte dahingehend offenzulegen, um dann im nächsten Schritt zu überprüfen, ob diese mit den Wertvorstellungen des Unternehmens übereinstimmen.

In diesem interaktiven Workshop erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit ihre Werte allgemein sowie im Bezug auf KI zu reflektieren und erste Ideen für das Aufstellen von Spielregeln zu entwickeln.


Referentin
Ulla Coester, CEO/Founder xethix-empowerment / xethix-Diskurs® Coach/Beraterin für Digital Management|Digital Ethics: Entwicklung von Strategien und Digitalisierungsprojekten im Kontext von Ethik und IT-Sicherheit; Organisatorin/Moderatorin von Experten-Gesprächen/Fachveranstaltungen. Als Gründerin/CEO des Unternehmens xethix-empowerment leitet sie Prozesse zur digitalen Ethik sowie Digitalisierungsprojekte. Zudem ist sie Mitglied der Standardization Evaluation Group 10 (SEG 10) unter dem IEC: Ethics in Autonomous and Artificial Intelligence Application. Seit 2016 hat Ulla Coester einen Lehrauftrag für „Digitale Ethik“ an der Hochschule Fresenius, Köln.

Veranstaltungsort

Online by RG Frankfurt/Rhein-Main

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