GPM Governance Kongress: Mit Projekten Deutschlands Zukunft gestalten

Governance von Projekten als Erfolgsfaktor in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft Der 3. Governance-Kongress der GPM im Rahmen des Zukunftskongress Staat & Verwaltung 2019

Synergien nutzen: Der Governance-Kongress „Mit Projekten Deutschlands Zukunft gestalten – Governance von Projekten als Erfolgsfaktor für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft“ unter Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums, der bereits zweimal 2014 und 2017 von der GPM in der Hauptstadt umgesetzt wurde, fand diesmal am 27.5.2019, dem ersten Tag des Zukunftskongresses Staat & Verwaltung 2019 statt.

Foto: Thomas Ernst, www.ernst-fotos.de

Es wurde ein starker Auftakt: GPM Präsident Prof. Dr. Helmut Klausing eröffnete die Konferenz vor rund 500 Zuhörerinnen und Zuhörern im repräsentativen Kuppelsaal des BCC. „Digitalisierung ist kein Selbstzweck – sie muss sich an ihrem Nutzen messen lassen“, so Klausing. Nutzenpotenziale in erfolgreiche Projekte nachhaltig umzusetzen – dies sei die große Herausforderung an das Projektmanagement und die Governance von Projekten.

Oliver Wittke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, hob in seinem Grußwort für den Schirmherrn die Bedeutung von guter Projekt-Governance für den Wirtschafstandort Deutschland hervor. Die GPM nehme sich hier eines sehr wichtigen Zukunftsthemas für die staatliche Gestaltungsfähigkeit an.

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Thomas Gageik von der Europäischen Kommission stellte in seiner Keynote den Projektmanagement-Ansatz Open PM² der Europäischen Kommission vor. Die Werteorientierung dieses offenen Ansatzes als ein Orientierungsrahmen für ebenenübergreifende Projekte wurde dabei deutlich. In der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Heike Kratt, Sprecherin Public Affairs und für das Aktionsprogramm „Mit Projekten Deutschlands Zukunft gestalten“, moderiert wurde, diskutierten neben Thomas Gageik, Dr. Christine Brockmann, Geschäftsführerin der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, Dr. Anke Saebetzki, Abteilungsleiterin Personal- und Verwaltungsmanagement im Finanzressort Bremen und Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes zu der übergeordneten Frage: Wie kann die (digitale) Zukunft des föderalen Europas verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert in Projekten gestaltet werden?

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Als weiterer Keynote Speaker beschäftigte sich Dirk Meyer, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit der besonderen Gestaltungsaufgabe des Klimawandels. Dabei betonte er vor allem die Verknüpfung der großen Herausforderungen Klimawandel und Digitalisierung. Er zeigte die Notwendigkeit auf, die Verknüpfung durch eine angemessene Projekt-Governance zur Gestaltung nutzen. Welche Haltung und Kultur eine solche Governance unterstützen können, das diskutierten neben Dirk Meyer auch Johanna Buck von der Schülerbewegung Fridays for Future, Dr. Susanne Cassel, Referatsleiterin im BMWi und Wolfgang Sauer für den Landkreis Hameln-Pyrmont.

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Eine Projektkultur des gemeinsamen Erfolgs zu schaffen, das ist die Gestaltungsaufgabe, der sich alle Beteiligten verschrieben haben – dazu kann auch das GPM Aktionsprogramm „Mit Projekten Deutschlands Zukunft gestalten“, das der Konferenz zugrunde liegt, einen wichtigen Beitrag leisten. Initiiert im Jahr 2017 ist es das Ergebnis eines Dialogs der GPM mit Politik und öffentlicher Verwaltung. „Das Aktionsprogramm hat zum Ziel, dass Deutschland ein Land gelingender öffentlicher Projekte wird und das heißt, auch das Gestaltungspotenzial von Projekten für das Gemeinwohl zu entfalten“, betonte Heike Kratt, Sprecherin Public Affairs der GPM, die die Gesamtmoderation der Konferenz umsetzte.

Im Rahmen der Konferenz gab es auch eine feierliche Preisvergabe. Es wurde der Roland Gutsch Project Management Award 2019 an Norbert Stratemeier von der Emschergenossenschaft für seine Rolle beim Generationenprojekt Emscher-Umbau sowie ein Sonderpreis für zivilgesellschaftliches Engagement an die Macherin und die Macher des Zeit Online Projekts „Deutschland spricht“ verliehen.