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Roland Gutsch Award 2017: Leuchtturm-Projekt bringt Telemedizin nach vorn

Verschiedenste Stakeholder, hoher wissenschaftlicher Aufwand, großes medizinisches Know-how und nicht zuletzt: ganz viel Fingerspitzengefühl. Der diesjährige Preisträger des Roland Gutsch Awards ist ein Leuchtturm für exzellentes Projektmanagement: Das Projekt "Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg – Fontane".

26.01.2017 – Kann Telemedizin Leben retten? Bringt eine zusätzliche Überwachung von Patienten, besonders in strukturschwachen Regionen, Vorteile – gar eine finanzielle Entlastung des Gesundheitssystems? Mit dem Projekt "Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg – Fontane" hat sich Prof. Dr. Friedrich Köhler, Leiter des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin an der Charité Berlin, zum Ziel gesetzt, diese Fragen zu beantworten. Für das ehrgeizige Vorhaben wurde dieser am 25. Januar im Rahmen des Kongresses "Mit Projekten Deutschlands Zukunft gestalten – Projektgovernance in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft" mit dem Roland Gutsch Project Management Award ausgezeichnet.

Prof. Dr. Hasso Reschke, der auch Vorsitzender der Jury für die Auswahl des Preisträgers war, überreichte den Preis am 25. Januar auf dem Kongress in Berlin. Zu der wegweisenden Leistung gratulierten unter anderem auch Staatsminister Helge Braun und Staatssekretärin Brigitte Zypries.

Vor dem Hintergrund, dass an chronischer Herzinsuffizienz erkrankte Patienten in ländlichen Regionen oftmals nicht ausreichend medizinisch versorgt werden können, entwickelte Köhler ein "Frühwarnsystem": Durch eine telemedizinische Erfassung von Gesundheitswerten können Veränderungen erkannt, die Therapie angepasst – und ein teurer Krankenhausbesuch womöglich vermieden werden. Im nächsten Schritt wurde das Frühwarnsystem an 1.200 Patienten getestet. Die Jury lobte unter anderem das äußerst komplexe Stakeholdermanagment und die wissenschaftlichen und volkswirtschaftlichen Veränderungen, die mit dem Projekt Fontane angestoßen wurden.